Geschäftsmodell mit dem Business Model Canvas erstellen

Erfahren Sie: Warum brauchen Gründer und KMU ein Geschäftsmodell und wie kann das Business Model Canvas dabei helfen?

Geschäftsmodell mit dem Business Model Canvas erstellen

Weil ihnen ihr Geschäftsmodell abhanden gekommen ist, betreiben viele KMU nur noch business as usual. Zwei Drittel von 8.000 analysierten internationalen Großunternehmen mit einem Umsatz von mehr als 500 Millionen Dollar, darunter Panasonic, Time Warner und andere, haben in den vergangenen 15 Jahren eine Stall-out (Einbruch) erlebt, weil sie ihr Geschäftsmodell vergessen hatten.

Die Begeisterung von Existenzgründern für ihre Geschäftsideen ist eine notwendige Bedingung dafür, dass neue Unternehmen entstehen können; aber sie allein reicht nicht, wenn ein Geschäftsmodell fehlt. Die beste Geschäftsidee lässt sich ohne Geschäftsmodell nicht verwirklichen.

Notwendigkeit eines Geschäftsmodells

Für die Beschreibung, was ein Geschäftsmodell ist, gibt es keine wissenschaftliche Definition. Dennoch steht es im Zentrum einer jeden Unternehmung gleichgültig, ob sie von einem Konzern oder einer Einzelperson betrieben wird, auf Gewinnmaximierung, Non-Profit oder Kunst ausgerichtet ist. Im Minimum beschreibt das Geschäftsmodell den Nutzen für die Kunden, die Organisation, die zur Wertschöpfung erforderlich ist, und das erzielbare Ergebnis. Der Existenzgründer überführt damit seine Idee nach ihrer Strukturierung in ein Modell, wie sie sich im realen Wirtschaftsleben bewähren soll. Er wird spätestens mit der Notwendigkeit, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, konfrontiert, wenn er einen Kreditgeber überzeugen muss.

Geschäftsmodell erstellen für Gründer und KMU

Existenzgründern und KMU stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, um ihre Geschäftsmodelle darzustellen und zu entwickeln. Neben dem Business Model Canvas gehören dazu der Businessplan und Pitch Deck.

Businessplan

Der Businessplan ist die klassische Darstellungsform für ein Geschäftsmodell. Nach einem standardisierten Muster sind die Themen zu bearbeiten, die zu einem Gesamtbild über das Unternehmen führen. Durch die Bearbeitung entsteht ein Geschäftsmodell, das nicht nur dem Existenzgründer Aufschlüsse über sein Vorhaben erlaubt, sondern den Banken die Entscheidung über die Finanzierung ermöglicht. Der Businessplan ist zwischen 30 und 40 Seiten stark. KMU benötigen ihn für die Kreditierung von Investitionen.

Pitch Deck

Der Pitch Deck ist die Darstellung des Geschäftsmodells mittels 15 Folien und dient der kurzen Präsentation vor Venture Capital-Investoren. Deshalb enthält er nur die wichtigsten Fakten über eine Geschäftsidee, damit sich die Kapitalgeber innerhalb kürzester Zeit einen Eindruck verschaffen können.

Business Model Canvas

Die Business Model Canvas Methode ist gegenüber Businessplan und Pitch Deck dynamisch. Sie entwickelt und optimiert Geschäftsmodelle im Team und über Ressortgrenzen hinweg. Sie ist für Existenzgründer zum Start ihrer Unternehmen und für deren Optimierung in der Zukunft geeignet. KMU, die noch nicht mit ihr gearbeitet haben, können sie jederzeit einsetzen und an ihr Berichtswesen anpassen.

Geschäftsmodelle erstellen mit der Business Model Canvas Methode

A. Geschichte des Business Model Canvas

Die Business Model Canvas Methode basiert auf der von Alexander Osterwalder im Jahre 2000 vorgelegten Dissertation. Sie wurde durch Überlegungen auch anderer Autoren ergänzt und in Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Nestlé und SAP fortentwickelt. Die Erfahrungen mit vielen weiteren Firmen sind in der aktuellen Darstellung berücksichtigt, die als Download fünf Millionen Male und als Buch 100.000 Male ausgeliefert wurde. 250 amerikanische Universitäten haben Canvas in die Lehre eingegliedert. Inzwischen ist sie weltweit verbreitet.

B. Zweck des Business Model Canvas

Die Business Model Canvas Methode ist ein strategisches Modell für die Unternehmensführung, mit der sich Geschäftsmodelle entwickeln, optimieren und an die Umweltbedingungen anpassen lassen. Der Einsatz von Canvas ist eine notwendige Aufgabe des Leitungspersonals, damit die Firmenphilosophie nicht vom Tagesgeschäft dominiert wird.

C. Struktur des Business Model Canvas

Das Business Model Canvas besteht aus vier Bereichen.

  1. Bereich: Der erste Bereich definiert die Zielgruppe und wie sie angesprochen oder beliefert werden kann.
  2. Bereich: Der zweite Bereich beschreibt das Angebot. Produkt, Dienstleistung und deren Nutzen für den Kunden werden dargestellt.
  3. Bereich: Der dritte Bereich skizziert, wie die Produkte hergestellt und welche Fremdleistungen dazu benötigt werden.
  4. Bereich: Der vierte Bereich befasst sich mit den Einnahmen und Ausgaben.

Neun Unterbereiche markieren die Vorgaben, unter denen ein Geschäftsmodell entwickelt werden soll.

D. Anwendung des Business Model Canvas

Teams aus drei bis sechs Personen werden gebildet, die im Brainstorming innovative Ideen entwickeln und sie in Bezug zu den vier Bereichen und den neun Unterbereichen getrennt und kombiniert einsetzen. Kreativität wird strukturiert. Veränderungen werden benannt. Chancen und Risiken werden bewertet. Für die Entwicklung erfolgreicher Geschäftsmodelle für Existenzgründer und KMU ist eine gemeinsame Sprachregelung erforderlich, damit sich alle Beteiligten und Teams gezielt verständigen und zu einer linguistischen vereinen können.

E. Einbezug anderer Methoden:

Die Stärke der Business Model Canvas Methode ist, dass andere Methoden wie der Stärken-Schwächen-Analyse SWOT (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats = Stärken, Schwächen, Chancen, Gefährdungen) in die Entwicklung des Geschäftsmodells einbezogen werden können. Alchimedus, eine Systematik der Suche nach dem Erfolg, gehört auch dazu.

Schlussfolgerung

Belassen Sie es nicht bei der Lektüre dieses Blogs. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf; denn wir sind eine der wenigen Unternehmensberatungen, die Existenzgründer und KMU bei der Entwicklung und Fortschreibung ihrer Geschäftsmodelle nach der Business Model Canvas Methode betreut.

Wir freuen uns über Ihre Nachricht und beraten Sie gerne!